Kopfsache

Neulich sah ich den Namen „Kopfsache“ für ein Friseurgeschäft. Die Doppeldeutigkeit fand ich einfallsreich.

Beim weiteren Nachdenken über den Begriff wurde mir bewusst, wie oft wir diesen Begriff verwenden. Jemand erzählt dir, er habe Angst vor Prüfungen und du erwiderst: „Das ist reine Kopfsache!“. Jemand war schon länger nicht mehr erfolgreich in seiner Sportmannschaft und muss auf der Reservebank sitzen. Aus diesem Tief zu kommen sei „reine Kopfsache“, meinen die Spielerkollegen.

Diese Aufzählung ließe sich beliebig weiterführen. Wie oft und in wie viel verschiedenen schwierigen Situationen des Lebens trifft es zu, dass es nur eine Sache des Kopfes ist, da wieder herauszukommen. Das scheint für die meisten Menschen wohl auch etwas Logisches und Nachvollziehbares zu sein.

Warum also sollte es nicht auch bei Störungen der Psyche funktionieren. Menschen mit psychischen Störungen sind nicht verrückt, sondern es ist in ihnen etwas VER-RÜCKT, was wieder ins Lot, ins Gleichgewicht gebracht werden könnte.

Es braucht Erkenntnis, Mut und Zuversicht, dass man selbst es in der Hand hat, etwas in seinem Leben zu ändern.

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